Aktuelles zur Kirchensanierung

Bereits seit dem Sommer 2012 laufen die Planungen und Vorbereitungen für die Kirchensanierung. Aufgrund der vielen erforderlichen Arbeiten und der damit verbundenen hohen Kosten wurde im Januar 2016 beschlossen, die Kirchensanierung in zwei Bauabschnitten durchzuführen.

1. Bauabschnitt

Inzwischen sind die Arbeiten des 1. Bauabschnitts (Restaurierung des kompletten Dachstuhls, Erneuerung der Außenfassade sowie Erweiterung und Neugestaltung des Kirchplatzes) komplett abgeschlossen. Die Gesamtkosten des 1. Bauabschnittes liegen nach aktuellem Stand bei etwa 320.000 Euro.

Blick auf den im Jahr 2016 erweiterten Kirchplatz.

2. Bauabschnitt

Zeitraum der Innensanierung

Mitte Mai 2018 haben die Arbeiten begonnen.

Am Samstag, den 1. Dezember 2018 findet um 16 Uhr der festliche Eröffnungsgottesdienst in der frisch sanierten Kirche statt.

Geplante Maßnahmen bei der Innensanierung

  • Im Eingangsbereich der Kirche wird die Wand zum Mesnerstübchen entfernt, damit der Eingangsbereich großzügiger, heller und einladender wirkt.
  • Dafür wird im vorderen Teil des Kirchsaals ein Raum abgetrennt, der als Sakristei dienen wird. Der hintere Teil des Kirchsaals soll (wie bisher) als Lagerraum genutzt werden.
  • Offensichtlich ist, dass wir im Blick auf die bröckelnden Kirchenwände dringend aktiv werden müssen. Der durchnässte Putz wird auf den unteren zwei Metern abgeschlagen, die Wände werden neu verputzt und komplett gestrichen.
  • Die Kirchenbänke werden ausgebaut und restauriert, der Holzwurm wird entfernt und dann werden die Bänke wieder eingebaut. Vorne in der Kirche werden je zwei Bankreihen entfallen, damit für Musiker und z.B. auch für die Feier des Abendmahls im Altarraum mehr Platz ist.
  • Unter den Bänken wird eine neue Heizung eingebaut. In Zukunft wird es also keine Heizung im Fußraum mehr geben, sondern eine Sitz-Heizung, die man auch regulieren und programmieren kann. Damit wird dann auch der Feuchtigkeit entgegengewirkt.
  • Und nicht zuletzt muss die Elektrik komplett erneuert werden. In diesem Zusammenhang wird auch die Tontechnik dem aktuellen Stand der Technik und den heutigen Anforderungen entsprechend angepasst. Im Blick auf Schwerhörige wird eine Induktionsschleife für Hörgeräte eingebaut. Auch ein neues Beleuchtungskonzept ist geplant, damit alles heller und freundlicher wird.

Finanzierung beider Bauabschnitte

Die große Spendenbereitschaft vieler Friolzheimer erfüllt uns mit großer Dankbarkeit.

  • Der 1. Bauabschnitt ist komplett finanziert. DANKE!!!
  • Im Blick auf den 2. Bauabschnitt sind wir jetzt und in Zukunft jedoch weiterhin dringend auf Spenden angewiesen (siehe aktuelle Infos auf der Startseite).

Zur Geschichte unserer Agapitus-Kirche

Schon 1105 n.Chr. ist in Friolzheim eine Kirche erwähnt. Sie gehörte damals dem Kloster Hirsau. Wahrscheinlich wurde in einer späteren Zeit an dieser Stelle wieder eine Kirche gebaut.

An der Kirche sind verschiedene Baustile zu erkennen. Die Chorturmanlage stammt – zum Teil – aus romanischer Zeit. Der Chorraum selbst ist gotisch. Der Schlussstein im Chorgewölbe trägt das badische Wappen. Nach diesem Wappen im Chor zu schließen, wurde Mitte des 15. Jahrhunderts (1439 – 1461) der Chorraum umgestaltet. Friolzheim gehörte damals dem Markgraf von Baden (das Wappen im Chorgewölbe ist das markgräflich badische Wappen und bezeugt diese Zeit).

Die Kirche ist dem heiligen Agapitus geweiht. Der Tag des Heiligen ist der 18.  August. Agapitus wurde als 15-jähriger wahrscheinlich in der Christenverfolgung des Kaisers Valerian (253-260) als Diakon des Bischofs von Rom, Sixtus II, (257-258), mit Felicissimus an den Füßen über einem brennenden Holzstoß aufgehängt. Löwen, die man auf ihn losgelassen hat, schmiegten sich an ihn, taten ihm aber nichts. Agapitus wurde schließlich mit dem Schwert hingerichtet. Sein Glaubensmut und sein Festhalten am Glauben, trotz vieler Quälereien, machen ihn – bis heute – zu einem Vorbild des Glaubens. Unsere evangelischen Vorfahren haben deshalb an dem Namen Agapitus – seit 1542 ist die Friolzheimer Kirche evangelisch – festgehalten. 

Das Kirchenschiff wurde 1522 nach Süden verbreitert. Davor war der Chorbogen genau in der Mitte. Bei der Renovierung (1966 – 1968) wurden hierfür beim Abschlagen des Putzes Anhaltspunkte gefunden. Über der Seitentüre (im Süden) ist eine Inschrift zu finden. Es ist ein Meisterzeichen. Es erzählt, dass Jacob Höß und Hans Wunderer, Steinmetze von Nürtingen, hier 1522 als Baumeister tätig waren.

1938 wurde die Sakristei der Kirche zum Kirchsaal ausgebaut. Innen ist dies ganz deutlich zu erkennen.

In den Jahren 1966-1968 wurde die Kirche im Inneren total renoviert und zugleich in Richtung Westen erweitert. In diesem Zusammenhang wurde das bunte Glasfenster, im Chor, von einer Friolzheimer Familie gestiftet. Gefertigt hat es der Flachter Künstler Sepp Vees.

Anschrift

Kirchstr. 1

71292 Friolzheim

Bilder von unserer Agapitus-Kirche

Seit dem Jahr 2016 sind Kirche und Gemeindehaus im Dezember beleuchtet.

Zum Vergrößern der weiteren Bilder bitte einfach anklicken.