Säuglings- bzw. Kindertaufe

Grundsätzliches

Da die Taufe und eine bewusste Entscheidung zum Glauben an Jesus Christus untrennbar zusammengehören, ein Säugling bzw. Kind dieses „Ja“ zum Glauben aber noch nicht selbst (in vollem Umfang) geben kann, ist es bei der Taufe wichtig, dass Eltern und Paten sich dazu verpflichten, das Kind im Glauben zu erziehen und es auf dem Weg des Glaubens zu begleiten.

Bei der Konfirmation wird der Täufling dann selbst gefragt werden, ob er aus eigenem Entschluss zu Jesus Christus und zu seiner Kirche gehören will. Dann kann der als Kind getaufte Jugendliche das eigene „Ja“ zur Taufe nachholen.

Formal bedeutet dies: Bei der Taufe von Säuglingen bzw. Kindern müssen beide Erziehungsberechtigten mit der Taufe einverstanden und mind. ein Elternteil Mitglied der ev. Kirche sein. Zudem muss die Absicht erkennbar sein, das Kind im evangelischen Glauben als Glied der Kirche zu erziehen. Auf Vorschlag der Eltern beauftragt die Kirche mindestens zwei Paten, die die Eltern bei der christlichen Erziehung unterstützen. Einer von ihnen muss der ev. Kirche angehören, weitere Paten können auch Mitglieder anderer Kirchen sein, die zur Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen gehören. Wer keiner christlichen Kirche angehört, kann nicht Pate werden.

Der Ort der Taufe

Die Taufe wird i.d.R. in der Kirchengemeinde gefeiert, in deren Gemeindegebiet der Täufling wohnt. Dies macht deshalb Sinn, da der Täufling durch die Taufe ja in die christliche Gemeinde aufgenommen wird. Von daher ist es gut, wenn die Taufe in der Kirchengemeinde erfolgt, in der das Kind dann auch aufwächst und Gemeindeangebote besucht.

Haben sich die Eltern oder Erziehungsberechtigten des Täuflings zu einer anderen Kirchengemeinde umgemeldet, so ist selbstverständlich das dortige Pfarramt zuständig.

Die Tauffragen

Eigentlich müsste der Täufling selbst gefragt werden, ob er getauft werden will und im Vertrauen auf Jesus Christus leben möchte. Da dies bei der Taufe eines kleinen Kindes (noch) nicht möglich ist, werden stattdessen Ihnen als Eltern und Paten die beiden folgenden Fragen gestellt.

1. Frage:  "Wollt ihr, dass euer Kind auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wird? So antwortet: Ja, ich will!"

  • Mit Ihrer Antwort auf die erste Tauffrage bekunden Sie vor der ganzen Gemeinde Ihren Wunsch, dass Ihr Kind auf den Namen des dreieinigen Gottes getauft wird.

2. Frage: "Seid ihr bereit, das Eure dazu beizutragen, dass euer Kind als Glied der Gemeinde Jesu Christi erzogen wird? So antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe!"

  • Mit dieser zweiten Frage werden Sie als Eltern und Paten in die Verantwortung genommen. Mit Ihrer Antwort bringen Sie zum Ausdruck, dass Ihnen selbst der Glaube an Jesus Christus und das Leben in der Gemeinde wichtig ist und dass Sie Ihrem Kind bzw. Patenkind den Glauben nahebringen wollen, für es beten möchten,... . Wenn Sie diese zweite Frage nicht ehrlichen Herzens bejahen können, ist es stimmiger, Ihr Kind nicht taufen zu lassen. Stattdessen kann sich Ihr Kind dann einmal (z.B. im Anschluss an das Konfirmandenjahr) selbst für eine Taufe und damit für ein Leben mit Jesus Christus entscheiden.

Der Taufspruch

Zu einer Taufe gehört ein persönlicher Bibelvers, der dem Täufling mit auf den Weg gegeben wird und den in der Regel Sie als Eltern aussuchen. In diesem Vers sollte sich ausdrücken, was Sie aus christlicher Sicht für das Leben Ihres Kindes als besonders wichtig erachten. Direkt im Anschluss an die Anmeldung zur Taufe wird Ihnen Pfarrer Fritz eine ausführliche Liste mit möglichen Taufsprüchen zukommen lassen.

Wenn Sie sich vorab schon einmal auf die Suche machen möchten, werden Sie sicher auf folgender Seite fündig: www.ekd.de/taufspruch.

Konkretes Vorgehen & Taufgespräch

Bitte nehmen Sie Kontakt mit Pfarrer Fritz auf. Er wird mit Ihnen – sofern von Ihrer Seite aus die Voraussetzungen für eine Taufe erfüllt sind – über einen möglichen Tauftermin ins Gespräch kommen. Zudem werden Sie mit ihm einen Termin für ein Taufgespräch vereinbaren. Bei diesem Gespräch werden Sie gemeinsam über die Taufe ins Gespräch kommen, den Taufgottesdienst durchsprechen und es wird genügend Raum sein, um Ihre Fragen loszuwerden. Es wäre schön, wenn bei diesem Gespräch auch die Paten anwesend sein könnten.

Die Tauftermine

Taufen finden in der Regel einmal monatlich im normalen Sonntagsgottesdienst um 10 Uhr statt. In einem Gottesdienst sind bis zu vier Taufen möglich.

Den jeweiligen Termin legt Pfarrer Fritz in Absprache mit den Eltern fest, die sich zuerst für einen bestimmten Monat anmelden.

Aktuell stehen folgende Tauftermine fest:

  • 10. September 2017: eine weitere Taufanmeldung möglich (bislang zwei Taufanmeldungen)
  • 15. Oktober 2017 (Familiengottesdienst zum Kinderaktionstag): zwei weitere Taufanmeldungen möglich (bislang eine Taufanmeldung)
  • 12. November 2017 (Gottesdienst mit Musikteam): zwei weitere Taufanmeldungen möglich (bislang eine Taufanmeldung)
  • Dezember 2017 bis Mitte Februar 2018: aufgrund zahlreicher Sondergottesdienste in der Advents- und Weihnachtszeit und aufgrund der jährlichen Themenreihe im Distrikt sind leider keine Taufen möglich
  • ab Mitte Februar 2018: Termine noch offen

Benötigte Unterlagen

Folgende Unterlagen werden benötigt:

  • eine Kopie der Geburtsurkunde
  • die Patenbescheinigungen aller Paten, die nicht Mitglied der ev. Kirchengemeinde Friolzheim sind. Diese Bescheinigungen werden im Pfarramt am jeweiligen Wohnort der Paten kostenlos ausgestellt. In der Regel genügt ein kurzer Anruf bzw. eine Mail.

 

Die Erwachsenentaufe

Selbstverständlich können auch Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr (ab diesem Alter ist man religionsmündig) oder Erwachsene getauft werden. Im Vorfeld der Taufe ist in diesem Fall jedoch eine intensive Beschäftigung mit dem christlichen Glauben - z.B. in Form einer Teilnahme am Glaubensgrundkurs Spur 8 - unabdingbar.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit Pfarrer Fritz auf, der mit Ihnen über das weitere Vorgehen ins Gespräch kommen wird.